Branchenbuch oder Google-Profil? Wofür ein Verzeichnis-Eintrag gut ist

Viele Betriebe haben schon ein Google-Profil. Was ein Eintrag auf Listavo zusätzlich bringt — und was er bewusst nicht ersetzt.

listavo.de Redaktion4 Min. Lesezeit
Inhaberin eines Blumenladens vergleicht an der Ladentheke einen Kartenpin auf dem Handy mit einem ausführlichen Firmenprofil auf dem Tablet

Kaum ein Gespräch mit Inhaberinnen und Inhabern kommt ohne diese Frage aus: Ich habe doch schon ein Google-Profil, wozu dann noch ein Eintrag in einem Branchenbuch? Die Frage ist berechtigt, denn beides überschneidet sich. Dasselbe leisten die zwei Angebote trotzdem nicht. Hier sind die Fragen, die uns am häufigsten erreichen, mit möglichst nüchternen Antworten.

Die kurze Antwort vorweg

Ein Google-Profil sorgt vor allem dafür, dass Ihr Betrieb auf der Karte auftaucht, mit Route, Fassadenfoto und Sternen. Ein Eintrag auf Listavo ist eine zweite, fest gegliederte Visitenkarte, deren Inhalt allein von Ihnen stammt und bei der Suchende Betriebe nach denselben Kriterien nebeneinanderlegen können. Beides ergänzt sich. Keines macht das andere überflüssig.

Reicht ein Google-Profil nicht aus?

Für manche Betriebe fast. Ein Kiosk an einer belebten Ecke lebt von Laufkundschaft, die ohnehin vorbeikommt; dort zählt vor allem, dass der Pin stimmt. Je erklärungsbedürftiger ein Angebot ist, desto eher stößt ein Kartenprofil an Grenzen. Platz für einen gegliederten Leistungskatalog, für ein vorgestelltes Team oder für offene Stellen ist dort knapp. Hinzu kommt, dass auf großen Kartendiensten auch Dritte Fotos hochladen oder Änderungen vorschlagen können. Was Kunden dort sehen, haben Sie nicht immer selbst ausgesucht.

Was steht in einem Listavo-Eintrag, das anderswo fehlt?

Ein Profil auf Listavo hat feste Bereiche, die Sie im Dashboard ausfüllen. Sortiert nach der Frage, die sie beantworten, sieht das so aus:

  • Wer sind Sie? Über uns, Team mit Rolle und Foto, Logo, Titelbild, Fotos und Videos.
  • Was bieten Sie an? Ihre Branche, der Leistungskatalog und eine FAQ mit den Fragen, die Ihnen am Telefon ständig begegnen.
  • Wann und wo? Öffnungszeiten je Wochentag, das Einzugsgebiet mit den Orten, die Sie anfahren, und Kontaktdaten mit Bezeichnung, etwa für Zentrale und Notdienst.
  • Unter welchen Bedingungen? Zahlungsarten und Angaben zur Barrierefreiheit.
  • Was noch? Stellenanzeigen und Links zu Ihren Social-Media-Kanälen.

Weil jeder Betrieb dieselben Felder hat, werden aus Fragen wie 'Kann ich dort mit Karte zahlen?' Filter in der Suche. Ein kleines Studio steht damit im selben Raster wie ein großer Wettbewerber mit eigener Marketingabteilung.

Wer bestimmt, was im Eintrag steht?

Den Eintrag legt Listavo als Betreiber an. Danach erhalten Sie einen Zugang und pflegen das Profil selbst. Änderungen an Zeiten, Leistungen oder Bildern stehen nach dem Speichern online und stammen von Ihnen. Von außen kommen nur Bewertungen hinzu, und auch die erscheinen erst, nachdem die schreibende Person sie per E-Mail bestätigt hat.

Und die Bewertungen, die schon bei Google stehen?

Die müssen Sie nicht zurücklassen. Im Bewertungs-Posteingang des Dashboards lassen sich Google- und Trustpilot-Bewertungen importieren. Sie sehen dann alle Rückmeldungen an einer Stelle und antworten dort, statt zwischen mehreren Seiten zu wechseln. Im öffentlichen Profil erscheinen die Bewertungen gemeinsam, jeweils mit ihrer Quelle gekennzeichnet.

«Der Kartenpin sagt, wo Sie sind. Das Profil sagt, warum man zu Ihnen kommen sollte.»
— Faustregel der Redaktion
Zwei Kärtchen auf einem Schreibtisch, eines mit einem Kartenpin, eines mit Leistungen, Team und Öffnungszeiten eines Friseursalons
Der Pin zeigt den Weg, das Profil zeigt den Betrieb.

Braucht ein kleiner Betrieb wirklich beides?

Das hängt davon ab, wie Ihre Kundschaft Sie findet. Drei typische Lagen:

  • Ladengeschäft mit Stammkundschaft. Der Kartendienst bringt Laufkundschaft, das Profil überzeugt die, die vorher vergleichen: Wer berät hier, welche Marken gibt es, wird Kartenzahlung angenommen?
  • Betrieb, der beim Kunden arbeitet. Ein Malerbetrieb oder eine mobile Fußpflege hat kein Schaufenster. Hier trägt das Einzugsgebiet: Wer die umliegenden Orte einträgt, erscheint auch bei Suchenden, die zwanzig Kilometer entfernt wohnen.
  • Praxis oder Kanzlei. Hier sind Barrierefreiheit, Team und FAQ oft entscheidender als das Foto der Fassade.

Der Aufwand für den zweiten Auftritt hält sich in Grenzen, weil sich die Inhalte kaum unterscheiden. Name, Adresse und Telefonnummer sollten ohnehin überall gleich lauten; Leistungen und Zeiten ändern sich selten.

Wo der Eintrag bewusst nichts verspricht

Damit keine falschen Erwartungen entstehen, drei Klarstellungen:

  • Ein Profil garantiert keinen bestimmten Platz in den Ergebnissen. Die Reihenfolge hängt von Suchbegriff, Ort, Umkreis und gesetzten Filtern ab.
  • Was Sie auf Listavo ändern, ändert sich nur dort. Ihr Google-Profil und andere Portale pflegen Sie weiterhin selbst.
  • Die eigene Website ersetzt das Profil nicht. Verlinken Sie sie in den Kontaktdaten, damit Interessierte den Weg dorthin finden.

Gefunden werden Sie über einen Suchbegriff übrigens dann, wenn er in Ihrem Firmennamen, Ihrer Branche, Ihrem Ort oder dem Namen einer Leistung vorkommt. Wer für Hochzeitsfloristik gefunden werden möchte, legt dafür einen klar benannten Eintrag im Leistungskatalog an, statt das Wort nur im Über-uns-Text zu erwähnen.

Drei Dinge für den Anfang

  • Vergleichen Sie Name, Adresse und Telefonnummer in Ihrem Google-Profil mit Ihrem Eintrag auf Listavo und gleichen Sie Abweichungen an.
  • Füllen Sie die Bereiche aus, für die auf einer Karte kein Platz ist: Leistungen, Team, Zahlungsarten, Barrierefreiheit, Einzugsgebiet.
  • Holen Sie Ihre vorhandenen Google-Bewertungen in den Posteingang und beantworten Sie die offenen.